Die KünstlerInnen der Gegenwart beschäftigen sich mit aktuellen Fragen von Gesellschaft, Politik und menschlichem Dasein und ordnen der künstlerischen Arbeit oft Bedürfnisse und Belange ihres eigenen Lebens unter. Nicht selten kämpfen sie gegen das Diktat eines globalen Kunstmarkts und der Grat zwischen Prekariat und internationaler Anerkennung ist dabei oftmals sehr schmal.

Im Wiener Gemeindebezirk Neubau leben und arbeiten auffallend viele KünstlerInnen. „Offene Ateliers 1070“ soll deshalb kunstinteressierten Menschen einen Zugang zu zeitgenössischer bildender Kunst und ihren ProduzentInnen ermöglichen und gleichzeitig einen Kommunikations-raum über die strukturellen Bedingungen der aktuellen Kunst-produktion eröffnen.

In einem ersten Schritt Im Mai 2014 öffneten KünstlerInnen mehrere Tage ihre Ateliers und Werkstätten und gaben einen Einblick in ihre Arbeit. 2015 wurden die „Offenen Ateliers“ von den realen Orten ins Internet ausgeweitet, um einen längerfristigen geistigen Austausch über die Bedingungen von künstlerischer Produktion führen zu können.
Hier antworten die KünstlerInnen in Film-Interviews auf Fragen wie nach der aktuellen Rolle der KünstlerInnen in der Gesellschaft, nach der Bedeutung künstlerischer Produktion in der Gegenwart sowie auf die Frage nach dem Einfluss des Kunstmarkts auf diese Produktion.
Wer diktiert heute wirklich die Qualitätskriterien der Kunst? Sind es
die ExpertInnen in Museen und Ausstellungshäusern oder ist es der Kunstmarkt?

„Offene Ateliers 1070“ befindet sich in einem laufenden Prozess. Erste Interviews wurden im Vorfeld der Ateliertage im Mai 2014 geführt. 2015 folgten weitere. Die Interviews werden von der Kuratorin Cornelia Offergeld geführt und von dem Fotografen und Filmer Lars Ternes gefilmt sowie produziert.